Zahnarztpraxis · Zahntechniker
Frank Kaser
Johannisthaler Chaussee 435
12351 Berlin

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Fax: 030 - 66709455
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Dienstag:
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Mittwoch:
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Donnerstag:
09:30 - 15:00 Uhr
Freitag:
08:00 - 12:00 Uhr
Zusätzliche Sprechzeiten nach Vereinbarung

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News

Ab Oktober 2020 erhalten Versicherte höheren Zuschuss zu Zahnersatz

„Zahnersatz wie beispielsweise Kronen, Brücken oder Prothesen wird für gesetzlich Krankenversicherte günstiger“, so Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente. Der Grund: Ab dem 1. Oktober 2020 steigt der Zuschuss der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnersatz. Versicherte haben dann Anspruch auf eine Erstattung der Kosten in Höhe von 60 Prozent der Regelversorgung. Bisher waren es 50 Prozent. Gleichzeitig erhöht sich auch der zusätzliche Bonus bei einem lückenlos geführten Bonusheft.

Was kostet Zahnersatz? Diese Frage stellen sich viele Patienten, wenn eine Versorgung mit Zahnersatz notwendig wird. Gesetzlich Versicherte bekommen von ihrer Krankenkasse einen Zuschuss zum Zahnersatz, den sogenannten befundorientierten Festzuschuss. Das bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen für jeden festgestellten zahnärztlichen Befund einen festgesetzten Betrag übernehmen. Zu diesem Zweck hat ein Fachgremium der Krankenkassen und der Zahnärzte über 40 Befunde für zerstörte oder fehlende Zähne in einer Tabelle gelistet.

Ab dem 1.10.2020 deckt der Zuschuss gemäß dem aktuellen Terminservice- und Versorgungsgesetz 60 Prozent der Kosten einer medizinisch ausreichenden Regelversorgung ab. Bisher waren es 50 Prozent. „Wichtig zu wissen ist, dass die Krankenkassen den gesetzlich festgelegten Betrag auch dann zahlen, wenn sich Versicherte für eine höherwertige Versorgung wie beispielsweise eine Vollkeramikkrone entscheiden“, erläutert Kropp. „Der Eigenanteil des Versicherten fällt dann jedoch auch höher aus.“
Lückenloses Bonusheft erhöht Zuschuss zusätzlich

Nehmen gesetzlich Versicherte regelmäßig einmal im Jahr Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt wahr und lassen dies in ihrem Bonusheft eintragen, steigt der Zuschuss der Krankenkassen bei Zahnersatz weiter. Sind im Bonusheft jährliche Besuche über fünf Jahre vermerkt, beträgt ab 1.10.2020 der Festzuschuss 70 Prozent einer medizinisch ausreichenden Versorgung. Haben Versicherte über zehn Jahre jedes Jahr eine Zahnarztpraxis besucht, setzt die Krankenkasse ihren Zuschuss ab 1.10.2020 in Höhe von 75 Prozent an. Zuvor waren es 60 bzw. 65 Prozent.

proDente-Tipp: Dieses Jahr schon beim Zahnarzt gewesen? Ansonsten schnell einen Termin vor Jahresende vereinbaren! Es lohnt sich nicht nur für gesunde Zähne und Mund – sondern auch für den Geldbeutel.



TdZ 2020: Kinderzähne sind ein Kollateralschaden der Pandemie

Die akute Pandemie-Zeit war für alle Menschen im Land eine Herausforderung. „Viele Eltern sind in dieser Zeit nicht mit ihren Kindern in die Zahnarztpraxen gekommen. Notwendige Behandlungen konnten nicht durchgeführt werden. Vorsorgemaßnahmen wie Früherkennungsuntersuchungen und Individualprophylaxe sind auf der Strecke geblieben“, resümiert die Vizepräsidentin der LZÄKB, Dipl.-Stom. Bettina Suchan. Als Mitglied im Beirat für Zahngesundheit weiß sie, dass auch die gruppenprophylaktische Betreuung in den Kitas und Schulen nicht stattfinden konnte. „Die Folgen der Pandemie und veränderte Ernährungsgewohnheiten werden sich auf die Mundgesundheit unserer Kinder negativ auswirken.“

Während des sogenannten Lockdowns war neben Arbeit und Schule zu Hause die tägliche Zubereitung gesunder Mahlzeiten eine weitere Herausforderung für Eltern und Kinder. Bettina Suchan erläutert: „Was wir essen, hat Einfluss auf die Mundgesundheit, auf die Gesundheit insgesamt und auf unsere Immunabwehr. So gibt es beispielsweise Zusammenhänge zwischen Übergewicht und Zahnkaries. Die Entwicklung eines Diabetes kann dagegen Zahnbetterkrankungen begünstigen.“
Familie prägt Esskultur - Ernährung Bestandteil der Erziehung

Beim diesjährigen „Tag der Zahngesundheit“ steht die Ernährung mit dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Mahlzeit!“ im Mittelpunkt. Unsere Gesundheit ist der Spiegel unseres Ernährungsverhaltens und wird durch die „Esskultur“ bestimmt, die sehr vielschichtig sein kann. Geprägt wird sie entscheidend durch die Familie bei der Zubereitung und dem gemeinsamen Einnehmen der Mahlzeiten. Eltern sind Vorbild für gesunde Ernährung. Sie ermöglichen damit ein gesundes Aufwachsen der Kinder. Ernährung ist Bestandteil der Erziehung und beeinflusst den Lebensweg jedes Einzelnen. Karies wird durch eine übermäßige Zufuhr von Zucker befördert, der oft auch in Speisen und Getränken versteckt enthalten sein kann. Kinder lernen das bereits in der Kita.

Untrennbar mit der Ernährung ist das tägliche Zähneputzen verbunden. Es gehört wie das Händewaschen zu den hygienischen Gewohnheiten im Kita-Alltag. „Alle Kinder in Kita und Tagespflege sollen das jeden Tag üben können“, fordert die Vizepräsidentin. Diese Verhaltensregeln zur Förderung der Gesundheit sind nicht nur der Zahnärztin wichtig. Sie haben in der aktuellen Situation auch in der pädagogischen Arbeit einen noch höheren Stellenwert erhalten.



Mundgesundheit für Mutter und Kind

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA setzen ihre erfolgreiche „Initiative für eine mundgesunde Zukunft in Deutschland“ fort. Das Schwerpunkt-Thema 2020 ist „Interdisziplinäre Allianz zur zahnmedizinischen Prävention in der Schwangerschaft“.

Werdende Mütter müssen sich mit vielen Veränderungen in ihrem Körper auseinandersetzen. Auch die Beschäftigung mit dem heranwachsenden Kind nimmt in dieser Zeit einen hohen Stellenwert ein. Oftmals gerät die Mundgesundheit dabei aus dem Blick. Dabei brauchen Zähne und Zahnfleisch in der Schwangerschaft eine besondere Beachtung. Zahnmediziner empfehlen deshalb, während der Schwangerschaft zwei zahnärztliche Kontrolluntersuchungen durchführen zu lassen.

Während der Schwangerschaft können bereits geringe Plaque-Mengen im Bereich des Zahnfleischsaumes zu Entzündungen führen. Das Zahnfleisch braucht deshalb in dieser Zeit sorgfältige Pflege, um beispielsweise Schwangerschaftsgingivitis zu vermeiden. Auch Kariesprophylaxe ist für schwangere Frauen von besonderer Bedeutung. Ein erhöhtes Kariesrisiko der Mutter hat auch Auswirkung auf das Kind. Kariesvorsorge in Form einer verbesserten Mundhygiene hilft demnach nicht nur der werdenden Mutter, sondern auch dem Kind.

Mundgesundheit und Gesamtgesundheit stehen in engem Zusammenhang

Professor Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK und Co-Initiator der Initiative möchte „dafür sensibilisieren, dass eine intensive Mundhygiene das A und O für eine gute Mundgesundheit in der Schwangerschaft ist und damit auch eine wichtige Voraussetzung für die Gesamtgesundheit.“ Wissenschaftliche Studien zeigen zudem enge Zusammenhänge zwischen Mund- und Allgemeingesundheit, z.B. dem Auftreten von Schwangerschaftskomplikationen und Parodontitis. Zudem ist die Schwangerschaft gesundheitspädagogisch eine wichtige Phase für die Vermittlung von Präventionsmöglichkeiten, nicht nur in der Zahnmedizin.“

Mit-Initiator Dr. Burkhard Selent, Leiter Scientific Affairs bei CP GABA betont „die hohe Bedeutung enger Zusammenarbeit zwischen Zahnmediziner*innen und den Fachgruppen, die in dieser Zeit sehr nahe an der Schwangeren und ihrer Familie sind. Dazu gehören neben Gynäkolog*innen vor allem auch Hebammen, die eine hohe Vertrauensposition bei werdenden Müttern haben und wichtige Beratungsaufgaben übernehmen.“

Allianz aus interdisziplinären Experten
Wie in den Vorjahren, ist der Kreis aus Experten für das Thema 2020 „Interdisziplinäre Allianz zur zahnmedizinischen Prävention in der Schwangerschaft“ wieder prominent besetzt:

Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk, Metropol Medical Center, Nürnberg, ist Gynäkologe und u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Mundgesundheitsstiftung. Prävention ist für ihn und seine Arbeit ein zentrales Thema mit vielen unterschiedlichen Aspekten: Von der richtigen Ernährung bis hin zur gesamtheitlichen Situation der Patient*innen im Rahmen des Alterungsprozesses.

Beim Thema Mundgesundheit stellt Kleine-Gunk fest, dass Zahnmediziner*innen und Gynäkolog*innen sich beruflich zu wenig begegnen und es damit bisher nur ungenügend Austausch zu den mundgesundheitlichen Präventionsthemen gibt. Der Experte weist zudem auf einen engen, durch eine gute Studienlage belegten Zusammenhang zwischen Kinderwunsch und Mundgesundheit hin, der bisher nur wenig Beachtung findet. Für Kleine-Gunk ist es wichtig, dass das Thema mit der Initiative in den Fokus rückt, der fachübergreifende Austausch angeregt wird und bereits bestehende, regionale, interdisziplinäre Kooperationen die Chance haben sichtbar zu werden.

Prof. Dr. Bettina Dannewitz, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, ist Präsidentin der DG PARO. Als dreifache Mutter sieht sie die Schwangerschaft als eine sehr wichtige Phase im Leben einer Frau. Aus ihrer Erfahrung kann man in dieser Zeit bei der Schwangeren sehr gute Impulse für eine gesunde Lebensführung und auch für effektive Maßnahmen zur Mundgesundheit setzen. Allerdings sollten sich alle Empfehlungen auch in der oftmals sehr stressigen Zeit nach der Geburt umsetzen lassen.

Die Spezialistin für Parodontologie weist auf eine umfassende Studienlage zu Schwangerschaft und Mundgesundheit hin.[1] Zudem gibt es laut Dannewitz Informationskampagnen und Scoretests beispielsweise von der European Federation of Periodontology (EFP) sowie der DG PARO, die auch fachübergreifend von Gynäkolog*innen und Humanmediziner*innen zu einer ersten Einschätzung der Mundgesundheit ihrer schwangeren Patientin eingesetzt werden können. Als weitere Fachgruppe, die in das Thema eingebunden werden sollte, sieht Dannewitz Mitarbeitende in Kindergärten- und krippen.

Prof. Dr. Ulrich Schiffner, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Mitautor der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V), hat primär das Kariesrisiko im Blick. Er stellt fest, dass bei vielen Kindern die Karies immer noch sehr früh einsetzt und teilweise äußerst ausgeprägt verläuft. Das stellt für die Kinder, ihre Familien und die behandelnden Zahnärzt*innen eine hohe Belastung dar. Zudem begegnen ihm im Praxisalltag viele Fälle, in denen Schwangere und junge Mütter die eigene Zahngesundheit hinter das Wohl des Kindes stellen.

Dabei gibt es laut Schiffner bereits gute Handlungsempfehlungen beim Thema Mundgesundheit in der Schwangerschaft, beispielsweise vom bundesweiten Netzwerk „Gesund ins Leben“. Das Netzwerk ist beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt. In der Broschüre „Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft“, die 2018 vom Netzwerk aufgelegt wurde, ist u.a. das Thema Zahnmedizin mit konkreten Empfehlungen und Hintergrundinformationen eingebunden.[2]

Andrea Ramsell vom Deutschen Hebammenverband, ist überzeugt, dass persönliche Gespräche mit den Schwangeren gut dazu genutzt werden könnten, für das Thema Mundgesundheit zu sensibilisieren. Denn während der Schwangerschaft wird zwischen Hebamme und werdender Mutter ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut. Leider zeigt die Praxiserfahrung, dass Zahngesundheit und -prophylaxe im Beratungsalltag von Hebammen und Gynäkolog*innen noch viel zu selten angesprochen werden. Dafür will Ramsell durch die Teilnahme an der Initiative in ihrer Fachgruppe werben.

Aus Sicht der Vertreterin des Hebammenverbands bietet es sich an, verschiedene digitale Kommunikationskanäle zu nutzen, um Zugang zu den Schwangeren zu finden und sie z.B. durch personalisierte Erinnerungen an die Zahnprophylaxe und weitere Informationen, wie beispielsweise Videos, zu unterstützen.
Jetzt bewerben: Präventionspreis 2020


Auch in diesem Jahr schreiben die Initiatoren wieder einen Präventionspreis aus. Zum Schwerpunkt-Thema „Interdisziplinäre Allianz zur zahnmedizinischen Prävention in der Schwangerschaft“ werden gute Ideen mit Potenzial gesucht. Eine bereits erprobte Umsetzung ist nicht zwingend notwendig. Es sollen Konzepte und Projekte ausgezeichnet werden, die gute Ansätze für eine Zusammenarbeit von Zahnmediziner*innen mit Gynäkolog*innen, Hebammen, Mitarbeitenden in Kindergärten/-krippen oder Pädiatern aufzeigen.

Die Ausschreibungsdetails finden Sie hier: www.accente.de/downloadbereich/ifemzid-2020



Was hat Zahnpflege mit Diabetes zu tun?

Über sieben Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes, der sogenannten „Zuckerkrankheit“. Weitere zwei Millionen wissen noch nicht, dass sie bereits erkrankt sind.[i] Neben Folgeerkrankungen wie zum Beispiel dem diabetischen Fußsyndrom oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst Diabetes auch die Mundgesundheit. Das Risiko für Karies und Parodontitis ist erhöht.

Karies mag Zucker

„Diabetiker bekommen häufiger Karies. Die Erklärung liegt in der Veränderung des Speichels. Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen können sich durch den erhöhten Zuckergehalt des Speichels leichter vermehren“, erklärt Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe und Lehrstuhlinhaber für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Mundtrockenheit spielt ihnen ebenfalls in die Karten. Denn der Speichelfluss sorgt dafür, dass Essensreste und bakterieller Zahnbelag (Plaque) „weggespült“ werden. Zudem findet sich im Speichel von Diabetikern oft zu wenig Kalzium. Dieser Mangel erschwert die Remineralisierung, wodurch Säuren den Zahnschmelz leichter angreifen können.[ii]

Parodontitis – die Tücke dahinter

Studien belegen, dass Diabetiker auch ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an einer sogenannten Parodontitis zu erkranken. „Bei der Zahnfleischentzündung, welche durch Plaque verursacht wird, bilden sich Zahnfleischtaschen aus. Das Zahnfleisch und der Kieferknochen gehen zurück, die Zahnwurzel wird sichtbar. Unbehandelt kommt es zur Zerstörung des Zahnhalteapparates – die Zähne fallen aus“, erläutert Zimmer. Die Ursache für das erhöhte Risiko bei Diabetikern liegt im Blutzuckerspiegel. Zu hohe Langzeitwerte (HbA1c) begünstigen Entzündungen und damit die Entstehung einer Parodontitis. „Ebenso wirkt sich eine vorhandene Parodontitis negativ auf den Blutzuckerspiegel aus, der Langzeitwert verschlechtert sich. Das Tückische: Dies gilt auch für Menschen, die noch keinen Diabetes haben. „Bei schlechter Mundhygiene und Parodontitis steigt somit das Risiko an Diabetes zu erkranken, da die Entzündungsbotschafter den Blutzucker in die Höhe treiben können“, fasst Zimmer die Wechselbeziehung der Erkrankungen zusammen. Die Behandlung einer Parodontitis bei Diabetikern stellt aufgrund der gegenseitigen Verschlechterung oft eine große Herausforderung dar, die die Zusammenarbeit von Zahn-, Hausärzten und Diabetologen fordert. Um das Voranschreiten der Entzündung einzudämmen und die Behandlungsaussicht zu verbessern, ist ein gut eingestellter Blutzuckerspiegel von entscheidender Bedeutung.

Blutzuckerwerte unter Kontrolle

Neben einer optimalen Zahnpflege heißt es für Diabetiker also, den Blutzucker in den Griff zu bekommen. Der Diabetologe stellt diesen mithilfe von Tabletten oder Insulinspritzen ein und kontrolliert ihn regelmäßig. Typ 2 Diabetiker können den Wert jedoch selbst stark beeinflussen, indem sie sich mehr bewegen und auf die Ernährung achten. Sie sollten auf einfache Kohlenhydrate verzichten beziehungsweise den Konsum reduzieren. Das gilt neben Süßigkeiten vor allem für versteckte Zucker, zum Beispiel in Weißbrot oder Fertiggerichten.[iii] Zudem gilt es, erste Anzeichen für eine Parodontitis wie Zahnfleischbluten und Mundgeruch ernst zu nehmen. Professor Zimmer rät: „Wenn das Zahnfleisch blutet, heißt es schnell handeln! Gemeinsam mit dem Zahnarzt lässt sich die Mundhygiene schnell optimieren und Schlimmeres verhindern.“

Zahnpflegetipps für Diabetiker[iv]

  1. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie Ihren Blutzuckerspiegel einstellen sollten. Anzustreben ist in der Regel ein HbA1c-Wert von ca. 7 Prozent.1
  2. Gehen Sie zweimal im Jahr zu Vorsorgekontrollen und informieren Sie Ihren Zahnarzt über Ihren Diabetes.
  3. Putzen Sie zweimal täglich gründlich die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta bis die Plaque vollständig entfernt ist und verwenden Sie Zahnseide beziehungsweise Interdentalbürsten.
  4. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter zuckerfreie Flüssigkeit wie Wasser oder Tee, um Mundtrockenheit vorzubeugen. Hilfreich ist hierbei insbesondere häufiges Trinken.
  5. Statt herkömmlichem Salz sollten Sie beim Kochen immer fluoridiertes Speisesalz verwenden. Das Fluorid verbleibt noch einige Zeit im Speichel und beugt so Karies vor.
  6. Ein zuckerfreies Kaugummi nach Mahlzeiten hilft, den Speichelfluss anzuregen und schädliche Säuren zu neutralisieren.
Quellen:

[i] Deutsche Diabetes Gesellschaft: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2020, Online abrufbar unter: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Gesundheitspolitik/Gesundheitsbericht_2020.pdf

[ii] Eder C, Schuder L, Diabetes mellitus – Ein Risikofaktor für Karies, Online abrufbar unter: https://www.dzw.de/diabetes-mellitus-ein-risikofaktor-fuer-karies

[iii] Initiative Gesund im Mund bei Diabetes: Parodontitis und Diabetes, Online abrufbar unter: https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/brosch/1101_zahnaerzte_diabetes_mundgesundheit.pdf

[iv] Mund- und Zahnpflege: 8 Regeln für Diabetiker, 2015, Online abrufbar unter: https://www.prodente.de/erkrankungen/einzelansicht/fremderkrankung/mund-und-zahnpflege-8-regeln-fuer-diabetiker.htm Bildunterschrift: Die Zuckerkrankheit erhöht das Risiko, an Karies oder einer Parodontitis zu erkranken. Und auch andersherum können Entzündungen den Diabetes beeinflussen.